| 1. Die Vorgeschichte |
| Rückblick aus der Zukunft |
Irgendwann im Sommer des Jahres 1995 war dieser Gedanke zum ersten Mal aufgetaucht: Wie werden die Menschen in 100 oder 200 Jahren auf unsere Zeit zurückschauen? Werden sie mit Hochachtung und Bewunderung von uns sprechen, werden sie uns verachten oder werden sie sich köstlich über unsere Dummheit amüsieren?
Wie werden sie sein, diese Menschen der Zukunft? Was wird sich ändern in unserem Verhalten, in unserer Denkweise und was wird als wichtig, richtig, schön und gut aus unserer Zeit dann übrig geblieben sein? |
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| "heiter von der Vergangenheit scheiden" |
Am besten gefiel mir die Vorstellung, daß diese Menschen dann sehr viel fröhlicher und gelassener sind als wir heute. Irgendwo hatte ich diese Formulierung einmal gelesen, daß es gut sei, wenn man "heiter von der Vergangenheit scheiden" könne. In dieser Vorstellung dachte ich weiter - und auf einmal war der Gedanke da und setzte sich fest und ließ mich nicht mehr los: |
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| Die Zukunft wird heiter sein - ohne Alternative |
Wenn wir weiter so verbissen, gewalttätig, machtbesessen, geldgierig und rücksichtslos mit uns und unserer Erde umgehen, werden wir bald nicht mehr existieren. Der einzige Ausweg, die einzige Alternative ist, daß wir es verstehen, unsere besten Eigenschaften zu entwickeln und diese gefährlichen und zerstörerischen Eigenschaften zurückzudrängen. Am besten geht das in einem Klima, in dem nichts mehr so "verbissen" gesehen wird wir heute.
Der nächste Gedanke war: nicht nur der einzelne Mensch kann und wird heiter, fröhlich und gelassen sein, das ganze gesellschaftliche Umfeld wird so werden: Wir werden einmal in einer "heiteren Gesellschaft" leben. |
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| Die "Schule der Heiterkeit" |
Kaum war dieser Gedanke gedacht, wollte ich darüber mit anderen sprechen. Doch es war komisch - niemand war interessiert daran. Ich erntete höchstens ein Schmunzeln. Sogar der "Heiterkeitspapst" der DDR, Gerhard Branstner, dessen Bücher mir vor 20 und mehr Jahren sozusagen eine "Schule in Sachen Heiterkeit" waren, war nicht daran interessiert, meine Idee mit mir zu diskutieren. Ich hatte ihn im März 1996 in Berlin besucht. |
Gerhard Branstner ist inzwischen leider verstorben. |
| "Jeder kann machen, was er will ..." |
Nun mußte noch ein Motto gefunden werden für diese zukünftige Gesellschaft, so wie die bürgerliche Gesellschaft der Neuzeit sich mit ihrem "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" eine Kurzform ihrer Ideale geschaffen hatte. Doch was sollte das wichtigste Kennzeichen dieser freien, heiteren, souveränen Zukunft sein? Wie würde der einzelne Mensch dann leben? Wenn heute schon einige tun können, was sie wollen, und wenn andere Menschen darunter leiden, daß sie eben dieses nicht tun können - und ich meine das im Sinne der Realisierung von Lebensträumen, von Entwicklungspotential, von Entfaltung eigener Anlagen und Fähigkeiten - dann mußte diese zukünftige Gesellschaft einfach jedem einzelnen diese Möglichkeit zur freien Selbstentfaltung geben. Nur so - in der zunehmenden Freiheit des Individuums - kann sich gesellschaftlicher Fortschritt zeigen. Da war es nur noch ein Schritt bis zum Gedanken:
"Jeder kann machen, was er will - oder es versuchen."
Der zweite Teil des Satzes ist von außerordentlicher Wichtigkeit. |
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| Die "Blume der heiteren Zukunft" |
Lange schmorte ich mit diesen Gedanken sozusagen "im eigenen Saft". Längere Ausführungen, die ich u. a. an die "Feministische Partei Deutschlands" geschickt hatte, blieben ohne Reaktion. Viel Aufwand war verpufft, Geld und Zeit vergeblich investiert. Darum entschloß ich mich, ein kleines Diskussions-Angebot, einen Flyer zu entwerfen und diesen als erstes Angebot zu verteilen. Wer dann Interesse zeigte, mit dem hätte ich weiter ins Gespräch kommen können. |
diesen Flyer stelle ich auf dieser Seite vor: Blume |
| vergebliche Liebesmüh´ |
Ein erster Diskussionsversuch im ZEGG in Belzig im Jahr 2004 ging voll daneben. Ich war extra zu einer Tagung gefahren, auf der u. a. über das Thema Zukunft diskutiert werden sollte. Doch in der ziemlich oberflächlichen Diskussion kam es zu keinem echten Gedankenaustausch.
Danach entschied ich, alle diese direkten Versuche wegen des hohen Aufwandes - und vor allem wegen der Kosten, die ich als Arbeitslose kaum aufbringen konnte - aufzugeben. Es gab nur noch einen sinnvollen Weg, meine Gedanken zur Diskussion zu stellen: eine Website mußte her. |
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| 2. Die Chronik |
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Im Frühjahr 2006 stellte ich den ersten, noch ziemlich stümperhaften Versuch ins Netz. Da es damals insgesamt drei Webseiten waren, die ich parallel ausarbeitete, ging es immer nur langsam vorwärts. Viel Zeit kostete es am Anfang, die Grundbegriffe der Webseitengestaltung zu erarbeiten. Auch hatte ich mich total verschätzt, was den Zeitaufwand für die Ausarbeitung der Texte betraf. Schließlich ergaben sich immer mehr ungeplante Arbeiten: im Sommer des Jahres 2007 bereitete ich mich auf einen Beitrag für die Physikerinnentagung vor, im Frühjahr 2008 vermittelte mir die Wittenberger ARGE einen Ein-Euro-Job, den abzulehnen mit nicht verkraftbaren Konsequenzen verbunden gewesen wäre (Hartz-IV- bzw. Arbeitslosengeld-II-Kürzungen). |
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Bis heute ist es mir daher nicht gelungen, auch nur einen Bruchteil der für diese Website gesammelten Materialien, Gedanken und Texte tatsächlich zu veröffentlichen.
Ständig veränderte ich das Design. Zum einen lag es an dem Lernprozeß selbst, der mich mit älteren Varianten immer wieder unzufrieden machte, zum anderen versuchte ich auch, die Gestaltung der fünf Webseiten aneinander anzupassen. Mit dieser Aktualisierung im Februar 2009 nun ist diese Anpassung einen guten Schritt vorwärts gekommen.
Spaßeshalber stelle ich auf der Seite "Design-Wandel" die einzelnen Schritte anhand der veränderten Startseiten einmal vor. |
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| 3. Feedbacks |
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Es gab einige allgemeine Feedbacks von Bekannten und auch Unbekannten, meist freundliche Sympathie-Erklärungen.
Herr Werner Reckziegel hat mir im Mai 2008 sein Interesse an einer Mitarbeit an dieser Seite signalisiert und einen ersten Beitrag zugesandt.
Vom Autor des Buches "Das Tahiti-Projekt" Herrn Dirk C. Fleck (siehe Tahiti-Projekt) bekam ich ebenfalls freundliche Antwort auf meine Mail. Der Verein Equilibrismus schickte mir freundlicherweise ein Freiexemplar des Buches. Ich versprach, es hier ausführlicher vorzustellen. Durch Krankheit und ständig neu einstürmende Informationen, Materialien, Mails, Bücher, Arbeiten geriet dieses Vorhaben aus dem "aktuelle Arbeiten"-Stapel in den Stapel "Was unbedingt dringend erledigt werden muß". Und dieser Stapel wächst fast täglich. Dabei rede ich noch gar nicht von dem Stapel "Das möchte ich so gerne endlich fertig lesen" und den vielen Kartons mit "Das alles wartet auf dich".
Anderweitige Verpflichtungen - vor allem das neue Projekt "Physik zum Anfassen" hier in der Lutherstadt Wittenberg seit Oktober 2008 - machen gegenwärtig sowohl die Zusammenarbeit mit Interessenten als auch den Gedankenaustausch mit Besuchern dieser Webseite fast unmöglich.
Schlimmer als das Eingeständnis, ein Versprechen nicht gehalten zu habe (die versprochene Einbeziehung von Feedbacks in diese Seite), ist für mich die Tatsache, daß ich auch für die nächste Zukunft keine Änderung dieses Zustandes ermöglichen kann.
Eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht. Ich bitte hiermit um Entschuldigung. |
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