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15. 03. 2009
Gänseblümchen
Heitere Zukunft
Ein Zukunftsmodell stellt sich vor - Gibt es eine denkbar-machbar beste Zukunft?
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Alternative
 


Alternative
Haben wir eine Wahl - können wir uns unsere Zukunft aussuchen?
"Alternative" - dieses Wort war für das Wörterbuch gar nicht vorgesehen. Doch dann entdeckte ich, daß es für den Titel des Wörterbuches : "Von A wie ..(?)...    bis Z wie Zukunft" geradezu ideal geeignet ist. Ich hatte sozusagen keine Alternative, keine andere Wahl. Jedes andere Wort erschien mir danach - nachdem mir dieses Wort eingefallen war - als nicht mehr so gut geeignet. Deshalb also heißt das Wörterbuch:
"Von A wie Alternative bis Z wie Zukunft"

Genau um die gleiche Frage geht es bei allen Zukunftsdiskussionen:

Haben wir eine Wahl, eine Alternative oder haben wir eigentlich keine, ist alles  mehr oder weniger so (schrecklich) vorprogrammiert, wie man es uns glauben lassen will - weil der Mensch eben so ist wie er ist: böse, aggressiv, egoistisch ... ?

Auf dieser Seite biete ich  folgende Gesichtspunkte zur Alternative an:

 
  1. Nachrede: ist das Wort "alternativ" in Verruf geraten?
  2. Sprachbetrachtung: was dieses "Mode-Wort" eigentlich besagt
3. Alternierend: Zukunft ist es nicht - irgendwann ist eine "endgültige  Entscheidung" über Zukunft gefallen
 
4. Evolution: sie läßt uns die Wahl - noch können wir unseren verkümmerten
Arterhaltungstrieb entwickeln und unseren "Auftrag als Werkzeug der Evolution" erkennen
1. Nachrede
Das Wort "Alternative" ist ein wenig in Verruf geraten. Die "Alternativen" haben sich irgendwie unbeliebt gemacht: das fing mit den dreckigen Blumenkindern an. "Alternative Liste", "alternative" Bauern, "alternative" Kindererziehung und was weiß ich nicht alles:   für den Durchschnittswessi hat das Wort  - glaube ich  - etwas bedrohliches, für den "alternativen" Wessi hat das Wort den Status einer heiligen Kuh: "alternativ" sein um der Alternative willen, um "anders" zu sein als der Durchschnitt.  An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Was ist dabei herausgekommen, bei all dem Suchen nach "Alternativen"? Viel heiße Luft, viel Beschäftigung gegen die Langeweile, sicher ...   
Doch diese Form der "Alternative" scheint "abgewirtschaftet" zu haben. Es lohnt sich sicher, nach den Ursachen zu fragen, aber nicht hier und nicht jetzt.
Pardon, es gibt natürlich noch ganz andere Wessis, weder Durchschnitt, noch alternativ. So wie es in der DDR nicht nur Stasi und Opfer gegeben hat.
2. Sprach-Betrachtung
Alternative ist  auch aus der (mathematischen) Logik bekannt. Doch diesen Bereich will ich hier ganz ausklammern.

Das Wort hat nichts mit dem "Alter", dem Gegensatz zur Jugend zu tun. Dieses aus dem Lateinischen über das Französische etwa im 17. Jh. zu uns gekommene Wort "Alternative" bedeutet: "Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten; Möglichkeit, zwischen zwei oder mehreren Dingen zu wählen".
Das lateinische Wort "alternus" bedeutet eigentlich "abwechselnd, wechselweise". Das Wort "alternativ" hat in der 2. Hälfte des 20. Jh. die Bedeutung bekommen, "eine andere Lebensweise vertretend;  für als  menschen- und umweltfreundlicher angesehene Formen des Zusammenlebens eintretend".




siehe Duden7
Quellen
3. Alternierend
"Alternierend" bedeutet, daß etwas ständig wechselt - der Vorsitz eines Gremiums beispielsweise. Zukunft kann nicht "alternierend" sein, einmal so - einmal so.
Unsere Alternative ist die zwischen Zukunft und Nicht-Zukunft der Menschheit.
Wenn wir uns jetzt nicht bald  aktiv (! - und das heißt, daß wir endlich etwas wirksames dafür tun müssen!) für eine lebbare Zukunft der Menschheit entscheiden, haben wir uns passiv (!) für die Zukunftsvariante  "Untergang der Menschheit" entschieden.

Dann ist, wie es so schön heißt, der Zug abgefahren. Dann ist die Möglichkeit für eine aktive Entscheidung, für eine Alternative zum Untergang nicht mehr gegeben. Dann gibt es "kein Zurück".  Der Wechsel ist dann nicht mehr möglich.
Denn ...
4. Evolution
... viele Zukunftsvorstellungen sprechen vom (fast) unausweichlichen Untergang der Menschheit. Sie sagen, es sei schon zu spät, die Katastrophe sei nicht mehr aufzuhalten. Die Menschheit wird nicht an den unbeeinflußbaren Umweltbedingungen zugrunde gehen, sie wird zugrunde gehen, weil sie die Umweltbedingungen beeinflußt hat. Sie wird zugrunde gehen, weil sie selbst nicht lebensfähig ist - sie besitzt eine brutale selbstzerstörerische Komponente, die sozusagen vorprogrammiert ist. Der Mensch ist von Natur aus böse, gewalttätig, aggressiv, egoistisch. Sein Arterhaltungstrieb ist anscheinend verkümmert.

Offenbar hat die Evolution einen Fehler gemacht und muß nun diese unzweckmäßig ausgestattete Gattung aussterben lassen, so wie sie es bereits mit Mammuts und Dinosaurieren und vielen Millionen anderer Arten von Pflanzen und Tieren getan hat.

ODER man fragt:
Läßt die Evolution eine Wahl oder ist eigentlich alles vorprogrammiert, was an biologischer Entwicklung geschieht?
Da die Menschen gerade angefangen haben, ihr ins Handwerk zu pfuschen, kann  man die Sache auch "alternativ betrachten", andersherum herum sehen:

Die Evolution hat die Menschen hervorgebracht, damit diese als "Evolutionsfaktor" zielgerichtet Einfluß auf die weitere biologisch-soziale-geistige Entwicklung des Lebens hier auf der Erde nehmen. Sie gibt uns die Chance, aus unseren bisherigen Fehlern zu lernen.
Hoffen wir das beste und hoffen wir, daß wir als Evolutionsinstrument bald unserer Aufgabe gerecht werden!

Hoffen wir, daß wir noch Zeit haben, zu begreifen und aktiv zu werden! Vielleicht haben wir ja doch die  Wahl einer "heiteren Zukunft"? Wie es aussieht, gibt es zu ihr keine "Alternative".

Deshalb könnte sich ein Versuch lohnen, mitzumachen bei der "heiteren Gesellschaft" - es kann doch nur besser werden ....
Ausgestorben ist auch der Dodo, ein Vogel, der wegen seiner schönen Federn, die Mode geworden waren, von Menschen  ausgerottet wurde. Er war eines der vielen Opfer menschlichen Machbarkeits-Wahns und menschlicher Verantwortungs-losigkeit.
     
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