www.heitere-zukunft.de  - Startseite  »  Allgemeines  »  Fremdtexte   » Die weibliche Stimme
15. 03. 2009
Gänseblümchen
Heitere Zukunft
Ein Zukunftsmodell stellt sich vor - Gibt es eine denkbar-machbar beste Zukunft?
Einladung Inhalt Neues Allgemeines ABC Zukunft atomisierte Welt
Arbeit + Spiel Mensch - Sein Beziehungen Vererben+Lehren Freiheit + Moral Heiterkeit Weg + Ziel
Weibl. Stimme
 

Die Weibliche Stimme - Für eine Politik des Herzens
Eine  Frauenzeitschrift, die eine neue Sichtweise in die Politik bringen wollte


Diese Zeitschrift gibt es nicht  mehr.
Ganze zehn Ausgaben erschienen zwischen August 2000 und Sommer 2003.
 

Diese Frauenzeitschrift gehört zu den "Keimen des Neuen", die es noch nicht geschafft haben, sich zu großen, starken Pflanzen zu entwickeln. Sie erschien in den Jahren 2000 bis 2003 in insgesamt 10  Exemplaren mit wechselnden Herausgebern. ISSN 1616-0010
Die Redaktion lag bei Leila Dregger, sie ist erreichbar  über das ZEGG, Rosa-Luxemburgstraße 89, in 14806 Belzig.
bzw. über www.weibliche-stimme.de und redaktion(at)weibliche-stimme.de; Restexemplare sind u. U. noch in der Buchhandlung des ZEGG (www.zegg.de) zu bekommen. (Details zu Herausgebern  siehe Ende der Seite)

Auf dieser Seite will ich in nächster Zeit einige der Gedanken aus einzelnen Ausgaben dieser Zeitschrift vorstellen. Es ist so vieles "zukunftsfähiges" in ihr.  Bisher sind Infos aus den Heften 1 - 3  fertiggestellt. Kursive Texte sind Zusammenfassungen und Kommentare von mir.

  Ausgabe Nr / vom: Hauptthema:
 
  1.  / August 2000 Tagungsbericht  des Frauenkongresses "Die weibliche Stimme - für eine Politik des Herzens", der vom 21. - 25. 6. 2000 stattfand
  Sind Matriarchate eine Alternative?
  3.  / Frühjahr 2001 Wir weigern uns, Feinde zu sein
  4.  / Sommer 2001 Frauen im Beruf 
(Informationen über den Inhalt und Zitate ab Heft 4 werden noch ergänzt.)
  5. Diese Ausgabe  konnte ich leider nicht bekommen. Sie war vergriffen.
  6.  / Frühling 2002 "Du bist reich! Perspektiven weiblicher Ökonomie"
  7. / Sommer 2003 Zusammenleben verändert - Leben in Gemeinschaft
  8. / Winter 2002 Was ist Frieden - Und wohin mit der Wut?
  9. / Frühjahr 2003 Welt Macht Eros
10. / Sommer 2003 Starke Medizin für Mensch und Erde
  Sonstiges Einige Bemerkungen zu den vielen "Kleinigkeiten", die diese Zeitschrift so interessant machten
  Details zu technischen Fragen  (Herausgeberwechsel)
Heft 1
Tagungsbericht des Frauenkongresses "Die weibliche Stimme - für eine Politik des Herzens", der vom 21. - 25. 6. 2000 stattfand

Die Grundthese des Kongresses heißt:
"Ob es auf der Welt und in der Liebe Krieg oder Frieden geben wird, hängt weitgehend davon ab, was wir Frauen tun werden."

Diese grundsätzliche Verbindung von Politik und Liebe dürfte viele überraschen. Vielleicht ist jedoch auch das in Zukunft eine ganz alltägliche Sache?

Es wird von einem "Spektrum einer neuen Frauenfriedensbewegung" gesprochen.  Eine Teilnehmerin sagt:
"Bedingung für den Frieden ist eine Gesellschaft, die offen und bereit für Veränderungen ist. Denn wir leben in Zeiten großer Veränderungen. ... daher müssen wir hinsichtlich unserer grundlegenden Werte sehr klar bleiben. Der grundlegende Wert... ist das Verbundensein als ein Bedürfnis jeden menschlichen Wesens..."
Heide  Göttner-Abendroth betonte:
"Die Basis aller menschlicher Sozialordnungen ist die mütterliche Haltung. .. Die mütterliche Haltung ist die Macht des Schenkens, Schützens, Gebens, Verteilens, und es ist die Haltung, die Unterschiede der Kinder zu achten. Vielfalt ist der Reichtum der Erde ..."
Titel Heft 1

     Es gibt eine Erklärung  des Kongresses

 "Die weibliche Stimme 2000"

in der es heißt:

"Wir, die Frauen der Welt, wollen, dass die Gewalt von der Erde verschwindet.
Wir wollen, dass Frieden einzieht in die Beziehungen zwischen den Völkern, zur Natur und in der Liebe.
Alles, was jung ist, soll eine Chance erhalten, zu wachsen und sich frei zu entfalten.
Dies ist unser politischer Wille. .."
Männer äußern sich ebenfalls, fragen z. B. "Wie waren wir damals, wir Matriarchats-Männer"?, beklagen die Ausgrenzung der Männer in früheren Frauenkongressen und begreifen das, was Frauen wollen, auch als Herausforderung an ihr Handeln.

Sabine Lichtenfels spricht von Ohnmachts- und Rachegedanken  von Frauen gegenüber Männern und von den Extremen weiblicher Männerbilder:
"Die sogenannte Emanze ist besetzt vom Kampf gegen den Mann ...
Die Geliebte ist besetzt vom Glauben an den Märchenprinzen."

Sie sagt:
"Es wird aber auf der Erde keinen Frieden geben, solange wir falschen Bildern in der Liebe folgen."
und
"Wir brauchen den Mann. Aber wir brauchen ihn weder als Tyrann, noch als Pantoffelheld, noch als Herrscher, noch in seiner alten belehrenden Rolle."
Ein Beitrag ist von der Schauspielerin Barbara Rütting, die über "Vegetarische Ernährung für die Heilung des Planeten" spricht:
Sie sagt:
                        "Das Vieh der Reichen frißt das Brot der Armen."
,
weist auf die Diskrepanz zwischen dem Hunger in der Welt hin, den Kosten für die Fleischproduktion und für die Behandlung von ernährungsbedingten Krankheiten in unserem Land.  "100 000 Menschen verhungern täglich und unsere Frauen lassen sich das Fett absaugen. Perverser geht es doch überhaupt nicht."

Natürlich stehen noch viel mehr spannende Texte in diesem ersten Heft.
nach oben
Heft 2
Sind Matriarchate eine  Alternative?

Vielleicht sind folgende Gedanken von Heide Göttner-Abendroth aus diesem Heft ganz lesenswert: es geht um die Frage, ob Männer einen "Gebärneid" hatten im Matriarchat.

    Sie verneint das und sagt:
"Wenn  Sie Männer der heutigen Zeit in ein Matriarchat hineinsetzen und ihnen erklären würden, sie müßten per Konsensbildung entscheiden und seien gleichwertig wie Frauen, dann würden sie es als Herablassung empfinden. Das hat mit der Psychologie der Männer heute zu tun und nicht mit der Verfassung der Männer im Matriarchat.  Menschen und Geschlechter werden  aufeinander doch nur dann neidisch, wenn eine Gesellschaft nicht mehr in Balance ist. Die heutige Gesellschaft ist durchzogen von Sozialneid, Penisneid, Gebärneid und Neiderei bis zu Haßformen. Wir kennen nur den "Kampf aller gegen alle", aber kein Aufgefangen-Werden in einem Netz. Im Matriarchat als Verwandtschaftsgesellschaft ist dieses Netz da für jedes Individuum, weiblich oder männlich..."
 
Heft 3 Wir weigern uns, Feinde zu sein  
 
Das ist die Überschrift zu einem "Tagebuch aus Israel".  Ein Foto ist dabei von einer Frauenfriedensdemonstration in Israel. Geschrieben ist es von Gila Svirsky aus Jerusalem, die die "Koalition der Frauen für einen gerechten Frieden" , leitete Bat Shalom, das Frauenfriedensnetzwerk, das sich für einen gerechten Frieden in der Region einsetzt. Sie - die Bürgerinnen Israels - fordern Gerechtigkeit für die palästinensischen Bürger. In dem Aufruf oder Memorandum von Bat Shalom kann man u. a. lesen:

"Wir wissen, daß zwei Völker in diesem Land leben können. Wir wissen, daß unsere Kinder ein Leben in Würde und Frieden verdienen. Wir wollen nicht, daß unsere Kinder getötet werden, wir wollen auch nicht, daß sie töten.
Wir müssen diesen Wahnsinn stoppen. Wir müssen die brutale Gewalt stoppen.
Laßt die Frauen sprechen! ..."

Sonstiges
Sicher sind viele Darstellungen in den Heften für die meisten von uns - sagen wir es einmal so - ziemlich ungewöhnlich: ob es mitunter recht eigenwillige Kunstwerke von Frauen sind, wie man sie normalerweise nirgends sonst zu sehen bekommt, ob es Berichte über spirituelle Rituale sind, oder Hinweise für veganische Ernährung.
Doch das wirklich neue, zukunftsweisende in vielen der Beiträge ist eben der völlig neue Ansatz zur Versöhnung in der Politik, die Suche nach gewaltfreien Lösungen. Es sind die vielen Porträts von Menschen und die vielen Beispiele von Projekten und Initiativen aus der ganzen Welt für eine bessere Zukunft.

Außerdem:
In allen Heften wurden wichtige Termine von Frauenveranstaltungen und anderen Veranstaltungen bekanntgegeben, die in anderen Medien nicht erwähnt wurden. Beispielsweise erfuhr ich  von den jährlichen Kongressen "Frauen in Naturwissenschaft und Technik" aus der Weiblichen Stimme.
 
Details zu Herausgebern
Die  ersten Ausgaben wurden herausgegeben von Christine Kiene-Meissner, SYNergie Verlagsbuchhandlung. Später (ab Heft 6 oder bereits ab Heft 5) übernahm Leila Dregger neben der Redaktionsleitung auch die Herausgabe.
www.heitere-zukunft.de / Allgemeines / Fremdtexte / Die Weibliche Stimme,  Version  1c