www.heitere-zukunft.de  - Startseite » Weg und Ziel  » Ideengeschichte  » große Ideen ( in Arbeit)
15. 03. 2009
Gänseblümchen
Heitere Zukunft
Ein Zukunftsmodell stellt sich vor - Gibt es eine denkbar-machbar beste Zukunft?
Einladung Inhalt Neues Allgemeines ABC Zukunft atomisierte Welt
Arbeit + Spiel Mensch - Sein Beziehungen Vererben+Lehren Freiheit + Moral Heiterkeit Weg + Ziel
Weg + Ziel
Ideen-Geschichte
Ideen bewegen
Paradies-Bilder
Unken-Rufe
kleine Ideen
große Ideen
weibliche Ideen
 
große Ideen
Welche Ideen hatten bisher großen Einfluß auf die Geschichte?

Welche Ideen haben bisher die Kraft gehabt, Menschen zu bewegen, sich für sie einzusetzen?
        Auf dieser Seite will ich einige dieser großen Ideen der Menschheitsgeschichte vorstellen, ihren Werdegang analysieren und sie auf ihre heute noch vorhandene Zukunftsfähigkeit  prüfen bzw. fragen, warum sie ihre Zukunftskraft verloren haben. Noch sind die meisten Texte in Arbeit - es geht um die Frage:  

Ganz große, weltbewegende  Ideen waren die von Jesus, von Luther, von "Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit" , von Marx, ... - Und wie   geht es weiter?

  1. Jesus brachte eine große Hoffnung
  2. Luther sprach aus, was die Menschen seiner Zeit dachten und fühlten, doch seine Ideen waren viel umfassender als allgemein bekannt - z. B. seine Auffassungen von der menschlichen Arbeit
3. Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit: Die geistige Vorbereitung der französischen Revolution
  4. Die Marxsche Idee begeisterte Millionen - warum hat sie ihre Kraft verloren? (in Arbeit)
 
1. Jesus brachte eine große Hoffnung
Was faszinierte und fasziniert bis heute an den Ideen dieses Jesus von Nazareth?
Dies ist keine religiöse Analyse der Lehre des Religionsgründers Jesus von Nazareth. Ich möchte versuchen herauszufinden, was an seinen Ideen in der Lage war, die Menschen seiner Zeit und bis heute so  sehr zu begeistern.
Da jubeln Millionen einem alten Mann auf dem Petersplatz in Rom zu, da gehen Sekten mit seiner Idee hausieren und schaffen es, Menschen zu fanatisieren und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.  Zweitausend Jahre nach dem Tod ihres Religionsstifters ist die Kraft seiner Lehre ungebrochen. Fast ein Drittel der Menschen heute bekennen sich mehr oder weniger intensiv zum christlichen Glauben. Alle wissenschaftliche Aufklärung der Neuzeit hat es nicht geschafft, das prophezeite Ende der Religion und des Glaubens herbeizuführen.
 
Die Blutspur einer Idee
Es gab sogar eine Zeit, da starben Menschen für die Ideen dieses Jesus als Märtyrer.  Es gab Zeiten, da glaubten Menschen, für diese Idee hätten sie das Recht, in fremde Länder einzudringen und den Menschen dort diese Lehre mit Gewalt aufdrängen zu dürfen. Kreuzzügler und ganze Heerscharen von Missionaren strömten in die Welt, um den "Ungläubigen" ihre Heilslehren aufzudrängen. Menschen glaubten, im Namen von Jesus töten zu dürfen. Sie glaubten, sie hätten das Recht dafür.
Wenn eine Idee Menschen ein solches Rechtsverständnis gibt, ist sie dann nicht gefährlich und gehörte verboten?
Wie es aussieht, ist es äußerst wichtig, zwischen dem geistigen Gehalt einer Idee und dem Mißbrauch dieser Idee durch ihre Anhänger sehr genau zu trennen.
Einmal warb hier in Wittenberg ein Mann um Verständnis für die Leute, die "Hexen" verbrannt hatten: die hätten doch in dem "guten Glauben" gehandelt, daß sie die Seelen dieser armen verdammten Menschen retten würden. Der Mann machte mir Angst.
Sinnsuche
Es ist schwer, sich in die geistige Situation der Menschen hineinzuversetzen, in jener Zeit, als Jesus  seine Lehren verkündete.  Welche Wünsche, Ziele, Hoffnungen hatten sie? Welchen Sinn sahen sie in ihrem Leben? Warum eroberte Jesus ihre Herzen?
War es dieser Auferstehungsgedanke, die Hoffnung, daß nach dem irdischen Jammertal ein paradiesisches Jenseits auf sie wartete? 
 
die besten denkbaren Gedanken
Wenn - wie Henry Drummond es nennt - das Christentum die "besten denkbaren Gedanken" der Menschheit hervorgebracht hat, dann erhebt sich eine Frage:
Nichts  ist diesen Gedanken des Religionsgründers stärker  entgegengesetz als die Praxis der Marktwirtschaft und des Kapitalismus. Deshalb ist das verwunderlichste am Christentum und seiner Organisation, daß es bisher nicht vermocht hat, über diese Wolfsgesetze des Kapitals hinauszuwachsen.

Müßte nicht eine Organisation wie die Kirche, die sich auf Jesus und seine Lehren beruft, die erste Kraft in der Welt sein, die nach einer Alternative zu dieser menschenfeindlichen, barbarischen Gesellschaft  sucht? Müßte nicht sie die Vorreiterin auf der Suche nach der besten denkbaren Zukunft der Menschheit sein?
Was geschah und geschieht mit Menschen, die in diesem göttlichen Auftrag dachten und denken?
Was muß geschehen, damit die Kirche ihrer Verantwortung vor Gott und der Welt endlich gerecht wird  und Jesus Anliegen in die Tat umsetzt?
 
Religion als Opium fürs Volk?
In den lateinamerikanischen Ländern wurde in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die "Theologie der Befreiung" aus der Wiege gehoben. Theologen und einfache Christen sahen die Einheit zwischen Glauben und sozialem Engagement hin auf eine sozial gerechtere Welt. Sie verstanden das Wort Jesus dahingehend, sich in seinem Sinne einzusetzen für die Armen und Entrechteten, gegen Reichtum, Ausbeutung und Krieg.  Von einer religiösen Einschläferung der Massen mit diesem "Opium fürs Volk" kann dort nicht die Rede sein.
Doch Menschen, die sich für eine Erneuerung des Glaubens, der Religion, ihres theologischen Konzepts und ihres Engagements  in der Welt einsetzen, werden  in der Kirche noch immer nicht gern gesehen:  ich nenne Hans Küng oder Eugen Drewermann  heute, ich erinnere an den Jesuitenpater Pierre Teilhard de Chardin, dessen Lebenswerk vom Vatikan lange verboten wurde, an Menschen wie  den jüngst verstorbenen französischen Abbé  Pierre, dessen Beispiel in der Kirche noch lange nicht Schule gemacht hat ...
 
die tiefere Wahrheit
In nichtbiblischen Schriften, die sich auf Jesus berufen, finden sich interessante Passagen: da spricht er davon, daß er mit seinen Jüngern in Gleichnissen und Bildern redet, weil sie die Wahrheit, die dahinter liegt, noch nicht erkennen können.  Immer wieder wird darauf verwiesen, daß er trotz seiner Jugend mit einer Weisheit und einer Bestimmtheit lehrte, die die Menschen überraschte.
Hier ist (noch) nicht der Platz, auf diese tieferliegende Wahrheit der Lehren Jesu näher einzugehen. Ich will nur darauf aufmerksam machen, daß viel, viel mehr an zukunftsfähigen Gedanken dahintersteckt, als sich das ein einfacher Atheist oder Christ träumen läßt.
Näher gehe ich auf diese Fragen in meiner Webseite www.brunhild-krueger.de ein, z. B. im Gedanken-ABC im Suchwort   "Gott"
(auf Hexe klicken - Seite öffnet sich in neuem Fenster)
zur WEB-Seite www.brunhild-krueger.de, der Seite GOTT im Wörterbuch
2. Luther sprach aus, was die Menschen seiner Zeit dachten und fühlten
 
Zu Luthers Zeiten war die Diskrepanz zwischen der Lehre Jesus und den Praktiken der Kirche   schon einmal extrem zugespitzt. Die Kirche war zum weltlichen Machtfaktor geworden, häufte Reichtum an, während viele Menschen im Elend lebten. Das hielt diese nicht davon ab, mit Inbrunst zu glauben, zu beten und auf Erlösung zu hoffen. 

Luther hatte den Mut, diese Mißstände in der Kirche offen auszusprechen. Doch die Kirche hatte nicht den Mut, sich selbst kritisch in Frage zu stellen. Die damalige Lösung ist bekannt: es kam zur Kirchenspaltung. Bis heute wurde kein Weg gefunden, diese Spaltung rückgängig zu machen.
Die Anhänger des christlichen Glaubens sind heute in so viele Gruppen gespalten und vertreten so viele Nuancen in der Auslegung der Lehren Jesu, daß ein Außenstehender nicht mehr durchblickt und nur den Kopf schüttelt.
Niemand der führenden Köpfe dieser Religionsgruppen fragt, was Jesus sagen würde, wenn er  sähe, was inzwischen aus seiner Lehre gemacht wurde.
 
Luthers Verständnis der Arbeit
Luthers Wirken ging jedoch viel weiter.

Im ersten Halbjahr des Jahres 2007 war das Thema der monatlichen Sonntagsvorlesungen im Wittenberger Predigerseminar das Luthersche Verständnis der menschlichen Arbeit ist.   Ich werde die zukunfts-wichtigsten Gedanken daraus noch vorstellen.

Es sei vorerst nur angemerkt, daß die aus dem Alten Testament herrührende Vorstellung der Arbeit "im Schweiße deines Angesichts" als Notwendigkeit und Strafe für göttlich-paradiesisches Verbot des Apfelessens  bei Luther umgewandelt wird in einen "Gottesdienst" zu Lob und Ehre Gottes, eine "gute Tat".  Das ist bestimmt genauso ketzerisch wie das Apfelessen selbst.
Es ist äußerst interessant, daß Luthers eigentliche Leistung nicht nur in den berühmten 95 Thesen und der Bibelübersetzung bestand, sondern daß viele seiner darüber hinaus gehenden Gedanken außerordentlich prägend für die geistige Entwicklung der Folgezeit wurde.
3. Die geistige Vorbereitung der französischen Revolution:   "Freiheit - Gleichheit -Brüderlichkeit"
  Der Text  zu den geistigen Wegbereitern der franz. Revolution wird folgen.  
 
Das besondere Elend der französischen Frauen im 18. Jh. (zu lange Arbeitszeiten, Armutsprostitution, ...) ist kaum bekannt. Eine Revolution, die die Menschenrechte auf ihre Fahnen schreibt, hätte sich der Rechte und der Verbesserung der Lebenslage dieser Frauen annehmen müssen.
Doch im Gegenteil - von der "Erklärung der  Menschen- und Bürgerrechte" 1789 waren Frauen ausgeschlossen.  

Olympe de Gouges, 1748 – 1793,  lebte in Paris,  forderte die Menschenrechte auch für die Frauen. Sie verfaßte 1791 eine Frauenrechtserklärung »Die Zulassung der Frauen zum Bürgerrecht« . Der erste Artikel ihrer Erklärung hieß:
„Die Frau ist frei geboren und bleibt dem Mann ebenbürtig in allen Rechten.“
Sie definierte Nation als „Vereinigung von Frauen und Männern“.
Da sie öffentlich gegen Robespierre auftrat, einen Verband für die politische Gleichberechtigung der Geschlechter gründete, endete sie - wie Marie-Antoinette und Manon Roland  - auf dem Schafott.

Fazit:
Eine Idee, die nicht alle Menschen einbezieht, ist nicht zukunftsfähig.
 
4. Die Marxsche Idee begeisterte Millionen - warum hat sie ihre Kraft verloren?
  An dieser Stelle will ich die Grundgedanken dieser Idee und meine Sicht auf ihr Scheitern vorstellen. Ich bitte dafür noch um etwas Geduld...  
nach oben
www.heitere-zukunft.de /   Weg und Ziel / Ideengeschichte / große Ideen,  in Arbeit