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23. 04. 2009
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Tage der Utopie
 

Tage der Utopie
Eine Tagungsreihe mit Entwürfen für eine "gute Zukunft"

"Tage der Utopie" ist der Titel einer Tagung, die aller zwei Jahre in Österreich stattfindet, erstmals im Jahr 2003.  Im April 2009 fand wieder eine Tagung statt.
Das Logo für die diesjährige Veranstaltung sieht so aus:

Logo für die Tage der Utopie 2009



Hier ein paar Informationen über diese Veranstaltungsreihe,  auf die ich zufällig im Netz gestoßen war
(damit meine ich, daß von den alltäglichen Medien nicht an herausragender Stelle über sie berichtet wurde - soweit man das in der Nachrichten-Flut sagen kann):

Auf der Webseite www.tagederutopie.org sind genauere Informationen über Veranstalter usw. zu finden. Es scheint, daß es eine Veranstaltungsreihe der katholischen Kirche Österreichs ist. Interessant ist auch die Form: am Abend findet ein Vortrag, am nächsten Vormittag ein ausführlicher Dialog zum Thema statt.  Das hebt sich wohltuend von alten Veranstaltungsformen ab, in denen dem Dialog keinen Raum gegeben wird, nur widerwillig am Ende eines Vortrages eine unter Zeitnot stehende Fragerunde  gewährt wird.

Zuerst gibt es hier aktuelle Informationen über die Veranstaltung vom 20. bis 26. April 2009.

Ans Ende der Seite habe ich einige Informationen über die Veranstaltungen in den Jahren 2007 und 2005 gestellt.  Man kann auf dieser Webseite auch Bücher bzw. CDs mit Tagungsberichten   aller drei Tagungen (2003, 2005, 2007) bestellen, sicher wird es dann auch die Materialien der diesjährigen Tagung bald zu kaufen geben.

  Die Tage der Utopie 2009  
Ankündigung auf der Startseite
In einer krisenhaften Zeit präsentieren wir sechs Entwürfe für eine gute Zukunft.

Ideen, die (noch) keinen Ort – Utopie = griech. Nirgendsort – haben, die sich mehr an der Peripherie des Denkbaren orientieren als an den Grenzen des Machbaren. Vorschläge, die wir eher an der Sprengkraft ihres Hoffnungspotentials messen, als an ihrer raschen Realisierbarkeit. Wobei wir in der Recherche immer wieder auf faszinierende, gut funktionierende aber kaum wahrgenommene »Prototypen« stießen.

Die Tage der Utopie verstehen sich als ein Ort des Vorschlags, der Diskussion, des Zuhörens und des Experimentierens mit Möglichkeiten. Wir laden ein, die Vision als Modell zu nutzen, an dem wir unseren Vorstellungen nachspüren, sie entwerfen und auch wieder verwerfen, sie aber in jedem Fall zur Sprache bringen. Ergänzt werden die Vorträge mit Uraufführungen von Auftragskompositionen, Dialog-Workshops und Ausstellungen.

Willkommen bei den vierten »Tagen der Utopie«!
 
Beispiele aus dem Programm:


Thema am Montag(Vortrag) / Dienstag (Dialog):
Wege in eine zukunftsfähige Gesellschaft
& Wirtschaft & Liebe
Ein integraler Science Fiktion

Die Referenten sind Maik Hosang (der auf dem Lebensgut in Pommritz lebt) und Sandra Recktenwald, die gerade in der Nähe von Wien eine Integrale Lebensgemeinschaft  gründet.

Thema am Mittwoch (Vortrag) / Donnerstag (Dialog)
Vom Patriarchat zur Tafelrunde
Die Utopie der »erleuchteten« Organisation


»Wir alle werden zur Vernunft kommen«! Allerdings meint  der Referent Herbert Salzmann (Innsbrucker Management-Berater) damit nicht ein vorgeschriebenes Regelwerk, sondern eine veränderte geistige Wahrnehmungsform. Vernünftige »vernehmen« was richtig ist: Erleuchtung statt Know-how!
Die beiden alten aber heute noch herrschenden Organisationsprinzipien des »Vaters, der uns bei der Hand nimmt«, und der »Maschine, die alles regelt« haben ausgedient. Vernünftige Organisationen werden eher der »Tafelrunde« gleichen, an der sich die besten Ideen durchsetzen. Die Vision einer neuen Form des Entscheidens. Vernünftige verstehen sich nämlich immer und sie finden immer die bestmögliche Lösung. Vernünftige Organisationen werden den anderen in jeder Hinsicht weit überlegen sein. Ein verblüffendes Zukunftsbild für Unternehmen, Bildungs- und Sozialeinrichtungen, sowie für Lebensgemeinschaften und den Staat.

siehe auch Lebensgut
 
Für ca 350 Euro kann teilnehmen. Es gibt auch die Möglichkeit, an einzelnen Tagen / Veranstaltungen teilzunehmen.

Mehr Informationen finden Sie unter www.tagederutopie.org
 
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Der Kongreß 2007: Entwürfe für eine gute Zukunft
 
Logo der Tage der Utopie
Logo 2007
 
  1. Kooperation als gesellschaftliches Zukunftsprojekt (Prof. Joachim Bauer)
  2. Neue Modelle für das Leben im Alter  (Prof. Reimer Gronemeyer)
  3. Westöstliche Weisheit - Vision einer globalen spirituellen Integrität (Willigis Jäger)
  4. Eine Information über die Veranstaltung im Jahr 2005
 
1.
Kooperation als gesellschaftliches Zukunftsprojekt
Der Beitrag der Neurobiologie zu einem neuen Menschenbild

Die Ergebnisse der neuesten neurobiologischen Forschung verblüfften selbst die Wissenschafter und stellen das darwinistische Weltbild radikal in Frage. Der »struggle for life« ist eine völlig unzureichende Erklärung der Evolution von niederen zu komplexeren Lebensformen. Der gegeneinander geführte Überlebenskampf ist nicht das dominierende biologische Prinzip.
Wir sind - aus neurobiologischer Sicht -
auf Resonanz und Kooperation angelegte Wesen. Diese Erkenntnisse haben weitreichende Konsequenzen für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft.

Prof. Dr. Joachim Bauer ist Professor für Medizin am Universitätsklinikum Freiburg. Für seine neurobiologischen Forschungsarbeiten erhielt er 1996 den renommierten Organon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie. Neben seinen wissenschaftlichen Publikationen sind seine bekanntesten Veröffentlichungen u.a. »Das Gedächtnis des Körpers. Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern« (Piper 2004) oder »Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren.«(Hoffmann und Campe 2006).
Die Veranstaltung vom 23. 4. 2007 (Vortrag) und 24. 4. 2007 (Dialog)

Hervorhebungen im Text von mir - B. K.
2.
Neue Modelle für das Leben im Alter
oder:
Wie können wir wieder eine sozial blühende Gesellschaft werden?

»Alte werden politisch mächtiger, aber sozial immer mehr verachtet. Sie wollen die Früchte ihrer Lebensarbeit ernten, doch die sind schon vorher aufgezehrt. Der alte Mensch wird durch die ständige Beschleunigung der Lebensverhältnisse immer mehr zu dem, der kein Wissen hat, vergleicht man ihn mit den Jungen. Aus Kennern und Weisen werden Geschwindigkeitskrüppel.«

Reimer Gronemeyer nennt Ursachen, Symptome und Lösungsmöglichkeiten. Er entwirft das Bild »koproduzierender« Syteme und Akteure, die in neuen Formen professioneller und freiwilliger Zusammenarbeit, ein Alter in Würde und Weisheit ermöglichen. Lebensmanagement, Sterbemanagement, Zukunftsmanagement. Über Hoffnungen und Planungen für das Morgen.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer lehrt Soziologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und ist einer der wohl streitbarsten und profiliertesten Experten zum Thema im gesamten deutschsprachigen Raum. Seine bekanntesten Publikationen u.a. »Die Entfernung vom Wolfsrudel - über den drohenden Krieg der Jungen gegen die Alten«, 1989 sowie »Kampf der Generationen« 2004.
Veranstaltung vom 24. 4. (Vortrag) und 25. 4. 2007 (Dialog)
3.
Westöstliche Weisheit - Vision einer globalen integralen Spiritualität

Die Welt wächst wirtschaftlich und informationstechnologisch in einem rasanten Tempo zusammen. Dabei tun sich alte und neue Gräben auf zwischen Wirtschaftsräumen, Kulturen und Religionen. Willigis Jäger entwirft die Vision einer globalen zukunftsweisenden Spiritualität, die den großen Erfahrungsschatz westlicher und östlicher Weisheit integriert und die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaften einbezieht. Diese ist Quelle für eine grundlegende echte Erneuerung auf allen menschlichen und gesellschaftlichen Ebenen.

Willigis Jäger, (81), Benediktiner und Zen-Meister, inspiriert sowohl von der christlichen Mystik als auch dem östlichen Zen, geht zugleich weit über die traditionellen Vorstellungen der Religionen hinaus. Er ist Leiter des Benediktushofes in Holzkirchen (www.benediktushof-holzkirchen.de) und einer der großen Mystiker und spirituellen Lehrer unserer Zeit (www.willigis-jaeger.de). 
Veranstaltung vom 29. 4. 2007
4. Die Tage der Utopie 2005

Das ist eine von mir erstellte jpg-Datei.  Die Webseite www.zeitpunkt.ch hatte diese Info im Jahr 2005 oder 2006 angeboten.
 
Über die Tage der Utopie 2005
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