| 2. Kleine Gedanken |
| Die Übersicht: |
- Zukunft kommt allmählich, altes und neues existieren nebeneinander
- Ein Stück Zukunft in der Gegenwart - ausgerechnet der Freßtrieb und seine Befriedigung müssen als Beispiel herhalten
- Mensch und Mensch - zunehmende Vielfalt der Formen des Zusammenlebens
- Lebensfreude gehört zur Zukunft - die "Lachbewegung" auch
- Mensch und Arbeit (in Vorbereitung)
- Krieg und Frieden und die Frage nach Gewaltverzicht als Zukunftsbasis
- Mensch und Umwelt - ein "Wiedergutmachungskonzept" wird benötigt |
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| Zukunft kommt allmählich |
Zukunft wächst langsam. Man kann sogar sicher sein, daß überstürzte, übereilte Prozesse Folgekosten verursachen, die bei sorgfältiger, geduldiger Arbeit hätten vermieden werden können. Die geflickschusterte Wiedervereinigung (nach dem Motto von Herrn Krause: "So schnell wie möglich, so gut wie nötig") der beiden deutschen Staaten hat zu Probleme in Größenordnungen und zu Folgekosten geführt, die keiner mehr berechnen mag. Die schlampige Vorbereitung der sogenannten "Hartz-IV"-Gesetze verschlingt nun Unsummen - niemand wird zur Rechenschaft gezogen. Doch vielleicht können wir daraus lernen?
Ein Beispiel aus der Geschichte zeigt, was ich meine mit dem "allmählichen Kommen von Zukunft":
Erst konnten nur weniger schreiben, dann immer mehr, eines Tages zeigte sich, daß es für die Gesellschaft insgesamt von Vorteil ist, wenn alle ihre Mitglieder schreiben können - da wurde die allgemeine Schulbildung eingeführt. Sie setzte sich nach und nach durch. Aber auch, als sie Gesetz war, konnten sich noch lange Zeit viele davor drücken, auch heute gibt es noch eine große Zahl von Analphabeten.
So ist es auch heute: viele Dinge, die in Zukunft "normal" sein werden, gibt es bereits heute, das eine oder andere erst bei wenigen Menschen oder erst in einigen Regionen auf der Welt, einiges existiert nur im Kopf und es ist noch schwer, es umzusetzen, anderes hat bereits seine "Probe auf die Zukunft" bestanden und entwickelt sich rasant weiter. Niemand wird sich z. B. vorstellen können, daß es einmal wieder eine Zeit ohne Internet (oder etwas vergleichbar-besseres) geben könnte. Denn es hat seine Brauchbarkeit für die Zukunft der Menschheit längst bewiesen ...
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| Ein Stück Zukunft in der Gegenwart: |
Ein Beispiel, das bereits heute zeigt, wie die Entwicklung in der Zukunft verlaufen könnte, gibt es in "Freiheit und Moral": im Abschnitt "Triebe" geht es um das genußvolle Ausleben unserer Triebe und Bedürfnisse zwischen den Extremen Triebverzicht und hemmungsloser Triebhingabe. Am gegenwärtigen Umgang mit unserem "Freßtrieb" sind die "Keime des Neuen" sehr schön erkennbar. |
siehe Triebe
und Freßtrieb |
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| Lebens-Freude |
Eine Zukunftsvorstellung, die trübe, ernst, sorgenvoll, bedrohlich ist, paßt nicht zu uns Menschen. Wir haben es in unserer Hand, die Zukunft der Menschen, unserer Kinder, so zu gestalten, daß diese voller Lebensfreude durch ein erfülltes Leben gehen können. Wo immer also Heiterkeit, Lebensfreude und Lachen heute zu beobachten sind, sind sie auch ein "Signal aus der Zukunft".
Heiterkeit, Lebensfreude und Lachen sind zwar nicht dasselbe, doch wie sie zusammenhängen, das ist schon eine gesonderte Betrachtung wert. Deshalb gibt es ein Extra-Thema auf dieser Webseite, das sich nur mit Heiterkeit, Lebensfreude usw. befaßt. Dort geht es beispielsweis darum, daß Lachen und Freiheit zusammengehören, daß man nicht mehr aufeinander schießen kann, wenn man miteinander gelacht hat, es geht um "heitere Gelassenheit" und "Galgenhumor", um die autoritätsbedrohende Wirkung des Lachens usw.
Auch praktisch tut sich etwas:
Es gibt eine "Lachbewegung" in Deutschland: www.lachbewegung.de.
Seit den Anfängen im Jahr 1998 sind mehr als 50 "Lachklubs" in Deutschland entstanden. |
mehr über den Zusammenhang von Heiterkeit und Lachen und über die Lachbewegung in:
"Heiterkeit"
und in
Heiterkeit »
Lachen" |
| Mensch und Arbeit |
(in Vorbereitung) |
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| Krieg und Frieden |
Die Kommunisten glauben, für eine friedliche Zukunft der Menschen mit Waffengewalt kämpfen zu dürfen und kämpfen zu müssen. Bush gibt vor, den Terror in der Welt zu bekämpfen und will doch nur seine Weltherrschaftsabsichten rechtfertigen. Gewalt produziert neue Gewalt.
Einer der ersten, die versuchten, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, war
Jesus:
"Wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt,
so halte ihm die linke hin."
Ihm folgten viele Menschen und Menschengruppen. Ich will nur wenige nennen:
- Mahatma Gandhi,
der sinngemäß sagte: "Wenn Blut fließen muß in der Auseinandersetzung mit den Engländern, dann muß es unser eigenes sein." - Die vielen Inder, die danach in den Tod gingen, ohne sich zu wehren, lehrten die Engländer das Fürchten. Doch so wurde ein Bürgerkrieg verhindert, der unvorstellbar mehr Menschen das Leben gekostet hätte.
- Martin Luther King
- der Wittenberger Theologe Friedrich Schorlemmer,
der die Friedensbewegung "Schwerter zu Pflugscharen" in der DDR ins Leben rief; übrigens ein nach wie vor aktuelles Thema, wenn man sieht, wie die Ausgaben für "Schwerter" weltweit immer weiter steigen und es nach wie vor nicht genügend "Pflugscharen" gibt
- "Wir weigern uns, Feinde zu sein!"
ist eine ziemlich unbekannte gemeinsame Initiative israelischer und palästinensischer Frauen für die friedliche Konfliktlösung in diesem Territorium. Im Jahr 2003 wollten palästinensische und israelische Künstler gemeinsam eine Tournee durch Deutschland starten, um auf diese Initiative aufmerksam zu machen. Die Kommunen und Kirchen weigerten sich, Räume zur Verfügung zu stellen bzw. kündigten kurzfristig gemietete Räume. Die Organisatoren gerieten in große Schwierigkeiten und finanzielle Probleme.
- In Portugal, in Tamera, haben Menschen verschiedener Nationalitäten begonnen, ein Projekt "Institut für Globale Friedensarbeit" (mehr dazu unter www.tamera.org - deutsche Seite) aufzubauen. Ihr Ziel ist, die Menschen, die an der friedlichen Lösung von Problemen arbeiten, international zu vernetzen, eine "globale Friedenskraft" aufzubauen.
(siehe auch: www.friedenstournee.com)
Der Gebrauch von Waffen und Gewalt kann nicht durch Waffen und Gewalt bekämpft werden. Wesentliches Element alternativer Zukunftsvorstellungen ist die Suche nach neuen, gewaltfreien Wegen zu ihrer Durchsetzung. Gewalt muß in der öffentlichen Meinung zunehmend geächtet und ausgegrenzt werden. Das Neue an echter Zukunftgestaltung in diesem Jahrhundert ist, daß sie ausschließlich mit friedlichen Mitteln machbar ist.
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Frieden ist nur machbar ohne Gewalt und Waffen |
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| Mensch und Natur |
Es ist sicher den meisten Menschen klar, daß der gegenwärtige Raubbau an der Natur, die Zerstörung der Umwelt und damit unserer Lebengrundlagen gestoppt und durch einen rücksichtsvollen und naturerhaltenden Umgangs mit unserer Umwelt ersetzt werden muß. Immer mehr Menschen entdecken für sich selbst die Vorteile dieses naturnahen Lebens. Artgerechte Tierhaltung, biologisch natürlicher Pflanzenanbau, Umwelt- und Naturschutzprojekte entwickeln sich. Doch der weltweite Raubbau an der Natur ist damit noch lange nicht gestoppt. Man muß die tatsächlichen Ursachen dafür aufdecken: viele Menschen sind gezwungen, auf diesem Weg ihr Überleben zu sichern, andere treibt die rücksichtslose Profitgier dazu, die Natur zu plündern.
Ein Anfang wäre, wenn jeder für sich - ohne äußere Anerkennung oder Strafe - sorgsam mit der Natur umgeht, einfach, weil sie ihm am Herzen liegt. Zu sagen: "Die anderen machen es doch auch so." ist keine Entschuldigung für eigenes falsches Verhalten. Auch wenn andere Schaden anrichten, sollte man selbst es als Ehrensache ansehen, nicht zu diesen Umweltschweinen zu gehören. Das fängt mit der Kippe im Sand am Badesee an ...
Es gibt jedoch eine weiter riesengroße Gefahr, die Umwelt zu zerstören: es geht um die Möglichkeiten, die Wissenschaftler haben, Schaden zu stiften, ob es in der Genetik oder Klimaforschung(!) ist. Wie kann man sie z. B. bewegen, ihre Forschungen verantwortungsvoller durchzuführen? Das wäre ein ganz entscheidender "Keim des Neuen": daß Wissenschaftler sich weigern, verantwortungslose Projekte in die Tat umzusetzen.
Letztendlich haben wir erst dann eine Chance, den Raubbau zu stoppen, wenn es ein weltumspannendes Konzept und entsprechende Förderungen gibt, die es den Menschen ermöglicht, ihre Existenz ohne Raubbau und Zerstörung ihrer Umwelt zu sichern.
Gleichzeitig muß ein Arbeitskonzept her, das jungen Menschen ermöglicht, weltweit bei der Wiedergutmachung der schon entstandenen Schäden mithelfen zu können anstatt sich arbeitslos zuhause zu langweilen. |
Wiederherstellen der Einheit von Mensch und Natur
siehe auch
atomisierte Welt »
Beispiele":
die Atomisierung der Arbeit führt dazu, daß diese sinnlos wird oder mehr Schaden als Nutzen anrichtet |
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| "Keime des Neuen" in anderen Dateien |
- Fördern und Fordern als Anspruch an Kinder und Jugendliche und an die Erwachsenen, ihnen die richtigen Handlungsspielräume für ihre Selbstentfaltung anzubieten
- Die Pictogramme als neue internationale Sprache, eine Bildsprache, die sich von der abstrakten Buchstabensprache löst
- Die Beherrschung des Freßtriebes lernen und die Verspottung mangelnder Selbstbeherrschung,
- Das bewußte Wiederaufleben von Fastenzeiten |
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