"Der hat ja ´nen Schaden."
Man kann "aus Schaden klug werden". Nennt man es "trial and error" - Versuch und Irrtum, - wird besser deutlich, daß bestimmte Lerneffekte nicht ohne "Schaden" (Aufwand, Kosten, Fehler, Irrtümer) zu haben sind.
Schädlinge, Schadstoffe, Schadensfälle, Schadensbegrenzung, Schadensregulierung usw. bevölkern unseren Wortschatz. Einmal gab es eine deutsche Regierung, die sprach vom "Volksschädling". Das Fremdwort für Schädling ist "Parasit". So wurden Arbeitslose einmal von einem Politiker bezeichnet, vor noch gar nicht langer Zeit - ich glaube, es war im Jahr 2005. Diese Sprachregelung sagt genug ohne viele Worte: jeder weiß, daß man Schädlinge bekämpfen kann und muß ....
Wir wissen:
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Man kann einem Schaden vorbeugen, ihn vermeiden, ihn wiedergutmachen oder auch nicht.
Gelegentlich sagen wir: "Schade, daß es nicht geklappt hat." Das Wort ist weicher, sanfter, nicht ganz so schlimm wie das Wort "Schaden". Es drückt Bedauern aus: wer einen Schaden angerichtet hat, bedauert das im allgemeinen von sich aus. Er muß als vernünftiger Mensch nicht von außen darauf gestoßen werden.
Ein vernünftiger und souveräner Mensch steht auch dann zu dem Schaden, den er angerichtet, bzw. dem Fehler, der ihm unterlaufen ist, wenn er Strafe befürchten muß. Es ist eigentlich albern, einen solchen Menschen zu bestrafen, vor allem dann, wenn er von sich aus alles tut oder tun möchte, den Schaden "wieder gut zu machen".
Auch die Worte Schade und Schande klingen sehr ähnlich.
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