| 1. Ein Film über eine "faszinierende Zukunfts-Vision" |
Filme mit verschiedenen Zukunfts-"Visionen" sind gegenwärtig einmal wieder sehr beliebt.
Am 9. 11. 2006 kam ganz aktuell wieder so ein Streifen in die Kinos, der die Menschen offenbar "vorbereiten" soll auf die "unausweichliche" Zukunft der totalen Kontrolle, der Gewalt und des Untergangs der Menschheit:
"The Children of Men"
Angekündigt wird der ganze Film mit den Worten:
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Die Zitate stammen von einer Info-Seite von www.1und1.de vom 9. 11. 2006 über den Film
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"Neuer Thriller über eine
faszinierende Zukunftsvision" |
Fette Hervorhebungen in den Zitaten sind von mir - B. K.
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Eine faszinierende Zukunftsvision?
Hier ein paar weitere Zitate: |
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"Irgendwann im Jahr 2027. Es ist fast ein typischer Morgen für Theo. Der Regierungsbeamte ist missgelaunt, der Himmel grau und verhangen, Großbritannien totalüberwacht. Und doch, etwas ist anders. Der jüngste Mensch der Welt ist gestorben, ein Ereignis, das die Nachrichtensendungen beherrscht." |
Wenn man diesen Text ganz genau studiert , fällt auf, daß der Film sozusagen alle Kriterien eines "Kitsch-Filmes" |
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Der Film |
erfüllt, nur eben nicht des "Herz-Schmerz-"-Kitsches, |
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"ist eine düstere Vision, ein temporeicher Endzeitthriller und desillusionierendes Schreckensszenario, das nicht nur wegen seiner semi-dokumentarischen Ästhetik gar nicht so weit in der Zukunft zu spielen scheint." |
sondern des
"Blut-und-Gewalt"- Kitsches. |
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Weiter heißt es in den Texten, die sogar auf zwei Seiten angeboten werden: |
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"Auf der ganzen Erde ist die Zivilisation zusammengebrochen, nur Großbritannien hält als letzte Bastion mit einem harten Militärregime und totalem Terror von staatlicher Seite das öffentliche Leben in mehr oder weniger geordneten, auf jeden Fall aber gewohnten Bahnen.
Und es wurde seit 18 Jahren kein Kind mehr geboren, eine unerklärliche Unfruchtbarkeit macht die Menschen zu einer aussterbenden Rasse.
Cuarón inszeniert diese Realität düster, aber nachvollziehbar, seine große Stärke ist der Realismus, ein echter Schlag in die Magengrube. Wer sagt, dass wir nicht auf dem Weg in eine Welt sind, in der Immigranten in gefangen* werden und in Käfigen gefangen auf ihren Abtransport warten?" |
* Dieser Text-Fehler ist original aus der Seite übernommen. |
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Und weiter: |
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"...kein dröges Belehrkino, sondern ein spannender Film, eine fesselnde Fluchtgeschichte, ein Road-Movie quasi ins Unvermeidliche."
Und weiter:
"Dazu zeigt Cuarón die Gewalt schonungslos und in aller Härte auf der Leinwand und verbannt sie nicht in die Fantasie der Zuschauer." |
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Und: |
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"Menschen werden im Sekundentakt erschossen, das Blut spritzt, Tod und Grausamkeit sind leinwandfüllende Normalität.
Nur ganz zum Schluss lässt Cuarón in seiner Science-Fiction-Parabel, die doch aufgrund der zahlreichen Subtexte so heutig ist, ein wenig Trost zu. Kee geht mit ihrem neugeborenen Kind im Arm an den erbittert kämpfenden Rebellen und Soldaten vorbei.
Und diesen einen Moment lang schweigen alle Waffen, besinnen sich die Menschen ihrer selbst. Nur das Wunder des Lebens zählt, die Zukunft der Menschen. Die Hoffnung der Welt schaut aus den Augen eines kleinen Babys." |
Aus meiner Sicht sind Menschen, die an solchen Visionen etwas "Faszinierendes" finden, schlicht und einfach psychisch gestört. |
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Warum benutzen Filmemacher ihren Einfluß nicht, die Menschen wirklich zu bewegen, etwas für eine gute Zukunft zu tun? Solche Angst- und Panik-Mache lähmt doch nur!
Mehr an solchen Zitaten mute ich mir und Ihnen nun jedoch nicht mehr zu. |
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| 2. Politik - die Drohung mit der "Zukunfts-Faust" |
Aus politischen Kreisen kommen schon gewohnheitsmäßig üble Nachrichten über das, was uns angeblich erwartet: Überalterung der Bevölkerung, Pflegeversicherung, Gesundheit und Renten angeblich nicht mehr bezahlbar. Energiekrise und steigende Preise, Ständig werden neue Belastungen und Probleme vorgeführt. Dieses tägliche Bombardemant der Medien mit der "Zukunfts-Faust" muß nicht belegt werden.
Was daran echte Probleme sind und was nur als Panikmache gedacht ist, wird immer wieder von alternativen Kräften aufgezeigt, die auch machbare Lösungen für die tatsächlichen Probleme zeigen. Wie man sieht, hat die Politik es seit Jahrzehten verstanden, auf diesem Ohr taub zu sein. Sonst gäbe es heute nicht das Problem, daß Fachkräfte in boomenden Wirtschaftszweigen fehlen, obwohl ein extra " Zukunftsministerium" die Bedarfsentwicklung hätte voraussehen können. Es gab seit Jahrzehten Warnungen, das das deutsche Bildungssystem nicht zukunftsfähig ist, es wurden alternative Lösungen aufgezeigt (z. B. von Frau Vera F. Birkenbiehl), nichts rührte sich seitens der Politik.
Das Phänomen der "Verdrängung der Probleme" geht parallel mit der "Köpfe-Roll-Taktik", wenn mal wieder eine Fehlleistung von Politikern sichtbar wird: was sind die Schäden aus z. B. Bestechungsgeldern oder riesigen "Diäten" gegen die Folgekosten der Fehlentscheidungen von Politikern?
Eines bewirken sie zumindest: Das Vertrauen in die Politik sinkt, der Ruf nach einem "starken Mann" findet bei Politikverdrossenen wachsendes Gehör....
Immer wieder stößt man z. B. auf politische und ökonomische "Analysen" und Voraussagen, die einen Zusammenbruch der deutschen, der europäischen oder der Welt-Wirtschaft und der Politik in naher Zukunft erwarten. |
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| 3. Steht der Zusammenbruch bevor? |
Hier ein zufällig ausgewähltes Beispiel:
Ein "Deutscher Bundesverband für Steuer-, Finanz- und Sozialpolitik e. V." hat im April 2004 einen "Blick in die Zukunft" getan:
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"Die bereits seit Monaten zu beobachtende, in Wirklichkeit bereits seit Jahren zu bemerkende Hilflosigkeit der Regierung(en) und ihrer Minister, Stäbe und der sechs involvierten Bundesparteien spaltet die Bundesbürger – je nach Temperament und dem Grad der Angepaßtheit – in Wütende, Kopfschüttler, Resignierer und Hoffnungsvolle. Nur wenige erkennen die sich in diesem politischen Eiertanz zeigenden Symptome als das, was sie in Wahrheit sind: Vorboten einer völlig neuen bundes- und weltpolitischen Ordnung, in deren Folge wir soziologische, wirtschafts-, finanz- und sozialpolitische Verwerfungen ungeahnten Ausmaßes erleben werden. |
( Hervorhebung von mir - B. K.)
Der "Deutsche Bundesverband für Steuer-, Finanz- und Sozialpolitik e. V." - DBSFS - weitere Information mit kleinem Kommentar siehe Quellen » Webseiten |
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Die Prognose lautet u. a.,
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daß es bald zu einer einheitlichen Weltwährung kommen wird,
- daß die Staaten ihre Souveränität verlieren werden, statt dessen eine internationale Wirtschaftselite (nebenbei bedient man die "Iluminati"-Verschwörung, das macht sich immer gut) eine einheitliche "Globale Welt" beherrschen (nicht führen!) wird
usw.
- insgesamt:
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"Auf der anderen Seite dürfte die dann einsetzende Vereinheitlichung der Lebens- und Arbeitswelt unter der Herrschaft einer Kaste von Weltführern auch das Ende eines seit 2500 Jahren gepflegten humanistischen Menschenbildes sein. Das Gros der Bevölkerung wird programmiert und kontrolliert leben, reichlich (wenngleich sehr banal) unterhalten, geschützt aber stringent überwacht, medial überflutet und auf Konsumismus gedrillt." |
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Es gehört wenig ökonomisches und politisches Wissen dazu, diese zukünftige "neue bundes- und weltpoltische Ordnung" vorauszusagen. Was an diesem Schreiber so interessant ist, ist das Angebot, was der einzelne tun kann, sich auf diese alle Bereiche erfassenden "Verwerfungen" vorzubereiten: |
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"Ist damit ‘das Schicksal der Menschheit’ besiegelt, jegliche Individualität im Sinne einer autarken Identität, einer selbstdefinierten Authentizität verunmöglicht?
Ganz sicher nicht! Zum einen wird sich die Welt von viel Müll – personellem wie ideologischem – befreit sehen; nicht unbedingt eine allzu schreckliche Vorstellung.
Zum anderen steht es Jedem frei, sich entweder allumfassend manipulieren und fremdsteuern zu lassen, oder einen eigenmotivierten Lebensplan zu entwickeln und zu verwirklichen, indem er sich dem Katalog der überall angebotenen Verlockungen für ein Leben in stringenter geistiger, emotionaler und physischer Abhängigkeit, wie wir es heute schon exemplarisch in den USA erleben, bewußt versagt. Die hierfür notwendigen „Werkzeuge“ werden ihm dann mutmaßlich noch reichhaltiger als heute (und deutlich billiger) zur Verfügung stehen, ob er diese zu nutzen bereit ist, obliegt jedem Einzelnen ganz für sich.
Auch in der ‚Neuen Weltordnung’ wird ja – ebenso wenig wie heute – kein Mensch gezwungen sein, als bewußtseinsarmer Konsumidiot zu leben. Nur werden die Angebote, sich in diese Bequemlichkeit fallen zu lassen – wiederum: siehe die heutigen USA – noch reichhaltiger sein.
Die Menschen der nahen Zukunft – noch in diesem Jahrhundert, dessen bin ich sicher – werden sich nicht nach Hautfarbe, Sprache, Nationalität und staatlicher Zugehörigkeit unterscheiden, sondern nach ihrem Bewußtseinsstand, dem Maß ihrer Selbstbestimmtheit und – damit – ihrem Freiheitsgrad. Je weniger von diesem Wissen die Jugend im Elternhaus vorgelebt und vermittelt erhält, desto höher wird die Gefahr sein, daß sie zum „perfekten“ Opfer des künftigen globalen Konsumismus und willigen Mitglied einer geistig verarmten und emotional manipulierten (aber bequemen) ‚Weltgemeinschaft’ wird."
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| 4. Technik-Potential und politisches Versagen |
Ich habe noch nie in den vergangenen Jahren eine Analyse gefunden, aus der hervorgeht, daß die zunehmende Welt-Wirtschaftskraft, die steigende Arbeitsproduktivität, die wachsenen technischen Möglichkeiten genutzt werden könnten, die Probleme der Menschheit zu lösen.
Alle "guten" Prophezeiungen betreffen völlige Einzelereignisse (bessere Autos, schnellere Flugzeuge, leistungsstärkere Computer u. ä.), eben "atomisierte" Erscheinungen in einer Welt, die immer mehr auf den Abrund zuzustürzen scheint.
Die Entscheidungen der Politiker wirken kozeptionslos, chaotisch, nur als "Nachtrab" der Probleme. Vergleicht man sie mit Kriegsherren, würde man diese Phase als "ungeordneten Rückzug" bezeichnen können, aber nicht als siegesmutigen, strategischen Kampf um die in der Politik üblichen Probleme.
Seit der Zeit der Maschinenstürmer hat die Politik nichts gelernt ... |
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| 5. Was so alles "Zukunftsmusik" sein kann |
Die PKW-Maut:
Sie ist noch "Zukunftsmusik" - war im ARD-Mittagsmagazin vom 12. 12. 2006 zu hören. Das ist eine sehr schöne Formulierung, denn sie regt an zum Nachdenken darüber, wann man diesen Ausdruck verwendet:
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"Zukunftsmusik" meint im positiven Sinne etwas, das ich gern hätte (oder wir gerne hätten), das aber leider (!) noch nicht sofort zu haben ist.
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Wer Ohren hat zu hören, der höre und denke sich sein Teil. |
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