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05. 06. 2009
Gänseblümchen
Heitere Zukunft
Ein Zukunftsmodell stellt sich vor - Gibt es eine denkbar-machbar beste Zukunft?
Einladung Inhalt Neues Allgemeines ABC Zukunft atomisierte Welt
Arbeit + Spiel Mensch - Sein Beziehungen Vererben+Lehren Freiheit + Moral Heiterkeit Weg + Ziel
unausweichlich


Unausweichlich
ist diese "heitere Zukunft" - eine andere Zukunft werden wir nicht bekommen



Eben nannte ich sie noch "meinen Traum", den vielleicht "unmöglichen" Traum, und nun behaupte ich, sie sei unausweichlich?

Einige Überlegungen, warum die "heitere Zukunft" unausweichlich ist, seien hier genannt:  
Ja, ich denke, wir haben "gar keine andere Wahl". Es gibt so viele gute Gründe, warum diese Idee, so verrückt sie auf den ersten Blick aussehen mag, "objektiv notwendig" ist.

Das negative Argument wäre, daß jede Alternative zur "heiteren Zukunft" in die Selbstzerstörung der Menschheit führt - unausweichlich. Das kann ich hier in diesen kurzen einleitenden Bemerkungen noch nicht beweisen, aber ich denke, es ist auch ohne Beweis offensichtlich: 
Trotz bereits jahrzehntelanger Versucher von Einzelpersönlichkeiten, alternativen Gruppen und - in Ansätzen - sogar von Regierungen schreitet der (Selbst-) Zerstörungsprozeß der Menschheit und der Erde mit wachsender Geschwindigkeit voran. Noch immer ist nicht das kleinste Anzeiche für ein Stoppen oder gar eine Umkehr erkennbar. Das eindringlichste Beispiel ist wohl der angesagte Kampf gegen den Hunger und die Armut weltweit - mit dem Ergebnis, daß sich die Probleme in den vergangenen Jahren nur noch mehr verschlimmert haben.

Das geringste unter  meinen durchaus philosophischen Argumenten, die ich auf dieser Seite zusammenstelle, ist dieses:
weil alle anderen Formen von Zukunft zu langweilig wären.

Die wichtigeren Argumente
folgen nun:

  1. Der Mensch ist von Natur aus ....  (Freude schöner Götterfunken)
  2. Die besten Ideale der Menschheit
  3. Mein Anspruch an Christen und Marxisten
  4. Ein Bauplan muß her
  5. Ein neuer Reichtumsbegriff
  6. Krisenzeichen Arbeit und Verteilung in der Gegenwart
Der
Mensch
ist von Natur
aus:

fröhlich
unbekümmert
heiter

gelassen
albern
lustig
witzig

spielerisch
neugierig
kreativ

komisch
freundlich
zutraulich
offen

geduldig
zärtlich
harmoniebedürftig
Freude schöner Götterfunken ...

gänseblümchen

Hier finden Sie zu den fünf Aspekten der "heiteren Zukunft" einen gedanklichen Einstieg und ein erstes  Diskussions-Angebot:


- Der Reichtum eines Menschen liegt in reichen Beziehungen zu anderen Menschen und zur Umwelt.
- Die Arbeit wird als Spiel der körperlichen und geistigen Kräfte  nützlich und genußvoll zugleich sein.
- Jeder Mensch wird gebraucht, sein Leben hat einen Sinn.
- "Jeder kann machen, was er will"- die Entfaltung der Fähigkeiten jedes Menschen ist der  wahre Reichtum der Menschheit.
- Das Bewahren, Entfalten und Vererben des geistigen Reichtums  ist die "Hauptbeschäftigung" der Zukunft der Menschheit.
Zukunft
gestalten ist wie
ein Haus bauen.

Wer vertraut schon
einem
Architekten,
der keinen Bauplan hat?

Deshalb wird ein Zukunftsplan gebraucht.

Ich schlage vor, ihn  so zu nennen:

Die
heitere Gesellschaft
1. Der Mensch ist von Natur aus ....
 
fröhlich
unbekümmert
heiter

gelassen
albern
lustig
witzig

spielerisch
neugierig
kreativ

komisch
freundlich
zutraulich
offen

geduldig
zärtlich
harmoniebedürftig
 
 
Bitte lassen Sie sich diese Eigenschaften einmal  in Ruhe durch den Kopf gehen. Sie stimmen alle: das alles sind natürliche Veranlagungen des Menschen. Am besten werden sie bei den kleinen Kindern sichtbar, die noch nicht gelernt haben, ihre Interessen zu verstecken oder mit Gewalt und rücksichtslos durchzusetzen,  die den Nutzen von Heuchelei und Lügen noch nicht kennen, die noch nicht die boshafte Schadenfreude genießen können, die noch nicht verbittert, vereinsamt, verzweifelt, hilflos, rücksichtslos, bösartig sind.

Diese oben genannten Eigenschaften sind auch bei vielen Erwachsenen zu finden - im allgemeinen schließen die jedoch die anderen, die "marktwirtschaftstauglichen" Eigenschaften aus: Machtgier, Geldgier, Besitzanspruch, Haß (auf den als erfolgreicher angesehenenen Nächsten, den man doch eigentlich lieben soll), Neid (auf das, was andere besitzen und was man selbst gern hätte) u. v. a. m.
Menschen, die so programmiert sind, können keine wirkliche Freude mehr empfinden,  sind nicht mehr unbekümmert und sorglos.  Es steht ohne Zweifel, daß es besser und angenehmer ist, wenn man ihnen nicht ausgeliefert ist wie ein Süchtiger einer Droge. Mit anderen Worten - Neid, Haß, Gier, Bosheit usw. sind "nicht natürliche", sind "angezüchtete" Eigenschaften, die nicht wirklich lebensnotwendig sind.
 
gänseblümchen
Freude schöner Götterfunken ...

so heißt es in Schillers "Ode an die Freude".
Wer möchte schon eine "freudlose Kindheit" zugebracht haben, wer möchte in eine Zukunft sein, die "trübe und freudlos" sein wird? In diesem Sinne ist es - glaube ich - aus sich heraus logisch und schlüssig, die Freude zu einem der wichtigsten Zukunftsziele der Menschheit zu erklären.

Dieser Götterfunke  muß wieder neu zünden und zum wegweisenden Licht in die Zukunft werden.
 
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2.  Die besten Ideale der Menschheit  
  - Der Reichtum eines Menschen liegt in reichen Beziehungen zu anderen Menschen und zur Umwelt.
- Die Arbeit wird als Spiel der körperlichen und geistigen Kräfte  nützlich und genußvoll zugleich sein.
- Jeder Mensch wird gebraucht, sein Leben hat einen Sinn.
- "Jeder kann machen, was er will" - die Entfaltung der Fähigkeiten jedes Menschen ist der  wahre Reichtum der Menschheit.
- Das Bewahren, Entfalten und Vererben des geistigen Reichtums  ist die "Hauptbeschäftigung" der Zukunft der Menschheit.
 
     
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3. Mein Anspruch an Christen und Kommunisten  
 
Meine Argumente für eine heitere Zukunft haben als Basis das Wechselspiel von Ideal und Wirklichkeit in seiner schönsten Ausprägung: Sobald Menschen einem guten, positiven Ideal (einem Ziel, einem Traum, einer herausfordernden Aufgabe) folgen können, sind sie glücklich.
Nun muß also nur noch gefragt werden, welches Ideal für die Menschheit insgesamt denkbar ist, ein Ideal, das unabhängig von Kultur, Religion, ökonomischem Entwicklungsstand eines Landes oder einer Nation oder Region annehmbar ist, ein Ideal, das  mit Vergnügen angenommen werden kann, ohne Menschen einzuschränken, zu bevormunden oder ihnen gar zu schaden.

Ich habe versucht, aus vielen Idealen der  Vergangenheit eine Art "Extrakt" zusammenzubrauen.  Es ist logisch, daß sich darin geistige Strömungen Europas stärker spiegeln als asiatische oder afrikanische. Doch wenn unsere europäischen Ideale gut  sind, sind sie es nur dann und so weit, wie sie annehmbar sind auch für andere Teile der Welt  - und das meint nicht Kultur-, Religions- oder Kapitalexport, sonder das ganze Gegenteil: Ich suche in den Idealen der europäischen Kultur die Ideale der Menschheit.

Meine Hauptquellen sind die beiden Basis-Visionen heutiger europäischer Kultur: das Christentum und die Zukunftslehre von Karl Marx und Friedrich Engels. Letztere ist zwar vorübergehend etwas verdrängt worden, doch das wird sich ändern.
Wenn ich es so ketzerisch formuliere, klicken Sie sich vielleicht gleich wieder aus dieser Website weg, aber ich sage es trotzdem - frei nach Karl Rahner, dem katholischen Theologen:
 
 
Der Christ der Zukunft wird Marxist sein, oder es wird weder Christen noch Marxisten geben.

Oder anders gesagt:
Die christliche Lehre hat mit der marxschen Zukunfts-Lehre mehr Gemeinsamkeiten als mit der Marktwirtschaftslehre.

Diese Erkenntnis haben bereits viele Christen. Ich erinnere nur an die besonders in Lateinamerika beheimatete "Theologie der Befreiung". Auch die sogenannte "feministische Theologie" beinhaltet viele Gedanken aus dem Marxismus bzw. hat parallele Erkenntnisse erarbeitet. Jesus war ein heiterer, der Freude zugetaner Mensch, Marx und Engels waren es auch.

Was Marxismus ist und was nicht, das auszuarbeiten  dauert noch einige Zeit. Es sei nur erwähnt, daß nicht nur die Kommunisten, sondern auch die Sozialdemokraten sich auf ihn berufen. Was beide unterscheidet und was sie gemeinsam haben - das darzustellen wird hoffentlich  interessant und spannend sein. Fürs erste kann ich Sie nur bitten, sich nicht nur darauf zu verlassen, was diese Marktwirtschafts-Apologeten Ihnen an schrecklichen Dingen über Marx vorgemacht haben.
 
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4.  Ein  Bauplan muß her  
Zielgerichtetes Handeln im Kleinen ... Zukunft gestalten ist wie ein Haus bauen.

Wer vertraut schon einem Architekten, der keinen Bauplan hat?
 
... und im Großen Deshalb wird ein Zukunftsplan gebraucht.

Ich schlage vor, ihn  so zu nennen:
Die heitere Gesellschaft.
 
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5.  Ein  neuer Reichtumgsbegriff  
 
Im Gliederungspunkt 2 oben taucht das Wort "Reichtum" mehrmals auf:
als Beziehungsreichtum, als geistiger Reichtum und als Reichtum der Menschheit, der in der Entfaltung der Fähigkeiten jedes einzelnen Menschen liegt.

Daraus folgt, daß eingeschränkte, verarmte Beziehungen, Dummheit und die Einschränkung der Entfaltungsmöglichkeiten auch nur eines einzigen Menschens ein unwiederbringlicher Verlust für die ganze Menschheit ist. Die mangelnde Entfaltungsmöglichkeit vieler Kinder und Jugendliche heutzutage weltweit ist - als individuelles Problem gesehen - sicher traurig und bedauernswert. Sieht man es jedoch als Verlust der ganzen Menschheit an, also auch als Verlust für diejenigen, deren Kinder beste Entfaltungsbedingungen haben, ist dieses Problem nicht mehr aushaltbar, nicht mehr entschuldbar und nicht mehr duldbar:
es ist das Schlüsselproblem der Menschheit schlechthin: wie gelingt es, ihre Fähigkeiten als Ganzes zu entfalten?
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6. Krisenzeichen der Gegenwart - die Marktwirtschaft ist nicht mehr in der Lage, die Arbeit und die Verteilung des erarbeiteten Reichtums sinnvoll zu organisieren
Der neue Stellenwert der Arbeit
 
ökonomisch
Ist-Zustand:
1. Wir leben in einer Überflußgesellschaft, die ihren Überfluß mit den Methoden der Mangelgesellschaft verteilt. Der  heutige Aufwand für die Verteilung des materiellen Reichtums ist  eine Verschwendung an Lebenszeit vieler Menschen  und inzwischen schon ein Vielfaches höher als der Aufwand für die Herstellung dieses Reichtums.
2. Die Arbeit steckt in der größten Krise in der Geschichte der Menschheit überhaupt. Das Potential, das in der Entfaltung des  arbeitenden, des tätigen Menschen liegt, wird nicht nur nicht genutzt, sondern geradezu vergeudet und zerstört.
3. Das Verhältnis von materiellem und geistigem Reichtum verschiebt sich immer mehr zugunsten des geistigen Reichtums (Stichwort: Informationsgesellschaft). Doch die Orientierung auf Wachstum der materiellen Bereiche geht einher mit  einer wachsender Verblödungsindustrie und  einer gigantischen Vergeudung der geistigen, der kreativen Ressourcen und Möglichkeiten der Menschheit.

Prognose:
Die Arbeit wird zunehmend als "Spiel der körperlichen und geistigen Kräfte" genossen werden. Das Leistungsprinzip, das Menschen mit geringerem Leistungsvermögen benachteiligt, wird überwunden durch das Verteilungsprinzip nach individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Dieses Verteilungsprinzip ist möglich, weil wir bereits heute in einer Überflußgesellschaft leben, die (fast) alle materiellen  Bedürfnisse der Menschen befriedigen könnte,  wenn die heute noch anzutreffende Gier, Besitzgier und Maßlosigkeit durch das Prinzip der freiwilligen Selbstbeschränkung (siehe z. B. in Triebe) überwunden werden.
 
Der neue Stellenwert der Arbeit Arbeit  wird zunehmend bewußter gestaltet  im Sinne
-   der Herausforderung zur  eigenen Vervollkommnung,
-   einer der wichtigsten Formen der Beziehung zu anderen Menschen,
-   der Einheit von "Geben" (arbeiten) und "Nehmen" (konsumieren) auf freiwilliger Basis (so wie es dem Einzelnen möglich sein wird),
-   einer Kulturtat (!), die alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, die die Menschheit in der Entwicklung der Arbeit herausgebildet hat, bewahrt und weiter vervollkommnet
- der Sinnerfüllung und Zielgerichtetheit des eigenen Lebens
- des Ausdrucks von Lebensfreude
 
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